Morton Hill
Motorsport-Fotografie aus zwei Jahrzehnten — auf Acryl, im handgefertigten SchattenfugenrahmenMotorsport-Fotografie aus zwei Jahrzehnten — auf Acryl, im handgefertigten SchattenfugenrahmenMotorsport-Fotografie aus zwei Jahrzehnten — auf Acryl, im handgefertigten SchattenfugenrahmenMotorsport-Fotografie aus zwei Jahrzehnten — auf Acryl, im handgefertigten SchattenfugenrahmenMotorsport-Fotografie aus zwei Jahrzehnten — auf Acryl, im handgefertigten SchattenfugenrahmenMotorsport-Fotografie aus zwei Jahrzehnten — auf Acryl, im handgefertigten Schattenfugenrahmen
Unikat

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Boxengasse · Schwarzweiß · 1966

Chaparral 2D in der Box, Nürburgring 1966

Nürburgring

Es ist der 5. Juni 1966. In der alten Boxenanlage des Nürburgrings steht ein Rennwagen, wie ihn die Nordschleife zuvor noch nicht gesehen hat. Zwischen Mechanikern, Werkzeugen und dicht gedrängten Zuschauern wartet der schneeweiße Chaparral 2D-Chevrolet mit der Startnummer 7 auf seinen Einsatz. Noch herrscht Ruhe – doch unter der aerodynamisch geformten Karosserie verbirgt sich amerikanische Kraft gepaart mit außergewöhnlichem technischen Erfindergeist. Joakim Bonnier und Phil Hill sollen den ungewöhnlichen Prototypen über 1.000 Kilometer durch die „Grüne Hölle“ steuern. Sein mächtiger Chevrolet-V8 leistet rund 420 PS, während das revolutionäre Zweigang-Automatikgetriebe den Fahrern eine für damalige Verhältnisse völlig neue Fahrweise ermöglicht. Der Chaparral ist ein faszinierender Fremdkörper im Feld der europäischen Ferrari und Porsche – mutig konstruiert, technisch eigenwillig und noch keineswegs als Favorit gesetzt. Im Rennen behauptet sich die Nummer 7 jedoch an der Spitze. Als der führende Ferrari mit technischen Problemen zurückfällt, übernehmen Bonnier und Hill die Führung. Dann schlägt das Eifelwetter zu: Heftiger Regen legt sich über die Nordschleife, die Sicht wird immer schlechter, und der Scheibenwischer des Chaparral versagt beinahe vollständig. Phil Hill kämpft sich dennoch weiter durch Gischt, Dunkelheit und stehendes Wasser. Der Legende nach öffnet er zeitweise sogar die Dachluke, um die Windschutzscheibe während der Fahrt von Hand freizuwischen. Nach fast sieben Stunden überquert der weiße Chaparral als Sieger die Ziellinie – nur wenige Sekunden vor den heranstürmenden Ferrari. Aus einem gewagten amerikanischen Experiment ist ein Nürburgring-Sieger geworden. Die Aufnahme bewahrt den stillen Augenblick vor diesem historischen Triumph. Noch sind die Strapazen des Rennens, der Regen und der dramatische Kampf um den Sieg Zukunft. Der Chaparral steht ruhig in seiner Box, umgeben von Menschen, die noch nicht wissen können, dass sie wenige Stunden später Teil eines der überraschendsten Erfolge der Nordschleifen-Geschichte sein werden.

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