Morton Hill
Motorsport-Fotografie aus zwei Jahrzehnten — auf Acryl, im handgefertigten SchattenfugenrahmenMotorsport-Fotografie aus zwei Jahrzehnten — auf Acryl, im handgefertigten SchattenfugenrahmenMotorsport-Fotografie aus zwei Jahrzehnten — auf Acryl, im handgefertigten SchattenfugenrahmenMotorsport-Fotografie aus zwei Jahrzehnten — auf Acryl, im handgefertigten SchattenfugenrahmenMotorsport-Fotografie aus zwei Jahrzehnten — auf Acryl, im handgefertigten SchattenfugenrahmenMotorsport-Fotografie aus zwei Jahrzehnten — auf Acryl, im handgefertigten Schattenfugenrahmen
Unikat

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Rennen · Farbe · 1965

Ferrari 250 LM und Martini, Nürburgring 1965

Nürburgring

Es sind die Tage vor dem 23. Mai 1965. Auf der Start-und-Ziel-Geraden des Nürburgrings herrscht Trainingsbetrieb für das große 1000-Kilometer-Rennen. Vor der gewaltigen Haupttribüne begegnen sich zwei Rennwagen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: David Pipers dunkelgrüner Ferrari 250 LM mit der Startnummer 8 und der kleine, blau lackierte Martini-Prototyp mit der Nummer 37. Der Ferrari verkörpert italienische Eleganz und Kraft. Hinter dem Cockpit arbeitet ein mächtiger V12-Motor, während die flache, muskulöse Karosserie bereits im Stand Geschwindigkeit ausstrahlt. David Piper und Tony Maggs bereiten sich darauf vor, den Wagen über mehr als sechs Stunden durch die unzähligen Kurven, Sprünge und Senken der Nordschleife zu treiben. Neben ihm wirkt der Martini beinahe wie ein Außenseiter. Der kleine Prototyp stammt nicht aus einer berühmten internationalen Rennwagenfabrik, sondern aus der Werkstatt von Willi Martini im nahe gelegenen Adenau. Ausgestattet mit einem Motor von weniger als einem Liter Hubraum, tritt er gegen einige der stärksten und technisch aufwendigsten Sportwagen seiner Zeit an. Für Heinrich Hülbüsch und Kurt Louis ist schon die Teilnahme an diesem bedeutenden Rennen ein mutiges Abenteuer. Doch die Nordschleife zeigt bereits im Training ihre unerbittliche Seite. Ein Motorschaden beendet den Einsatz des Martini noch vor dem eigentlichen Rennen. Die Nummer 37 wird am Sonntag nicht mehr am Start stehen. Der Ferrari hingegen nimmt die Herausforderung an und erreicht nach 40 Runden den 16. Gesamtrang. Die Aufnahme bewahrt damit einen flüchtigen Moment, der sich im Rennen selbst niemals wiederholen sollte: der berühmte Ferrari 250 LM neben einem nahezu vergessenen Einzelstück aus Adenau. Internationale Rennsportgeschichte trifft auf lokalen Erfindergeist – zwei völlig unterschiedliche Wege, verbunden durch den gemeinsamen Traum, die gefährlichste Rennstrecke der Welt zu bezwingen.

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